Ältere Neuigkeiten

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Früher Fremdspracherwerb: Gibt es ein "Sprachfenster?

 

Interview mit Prof. Dr. Torsten Piske, Professor für Angewandte Linguistik und Didaktik des Englischunterrichts an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd.


Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Erst- und Zweitspracherwerb und im bilingualen Unterricht und bilingualen Kitas. Seit Ende der 1990er Jahre hat er experimentell die sprachliche Entwicklung von Migranten erforscht.

 

Antworten auf Fragen wie: Welche Rolle spielt das Alter beim Fremdspracherwerb? Ist Frühbeginn alles? Was macht bilinguale Kindergärten und Schulen erfolgreich? Gibt es ein "Sprachfenster"?

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Literatur und weitere Information zu Thorsten Piske hier

Mehrsprachigkeit verzögert Demenz - Studie

Mehrere Sprachen zu sprechen hilft offensichtlich sehr, Gedächtnisprobleme im Alter zu vermindern und Demenz hinauszuzögern.  Darauf deutet das Ergebnis einer Untersuchung aus Luxemburg hin. Dort beherrschen die Menschen üblicherweise zwei oder mehr Sprachen.

Ein Team um Dr. Magali Perquin hat 230 Luxemburger im Durchschnittsalter von 73 Jahren untersucht, die zwei und bis sieben verschiedene Sprachen sprechen. 44 der Teilnehmer klagten über Gedächtnisprobleme. Gedächtnisprobleme bei Teilnehmern mit drei Sprachen waren dreimal seltener als bei Probanden mit zwei Sprachen. Bei Teilnehmern mit mehr als vier Sprachen waren Gedächnisprobleme sogar fünfmal seltener, heißt es in einer Mitteilung der American Academy of Neurology (AAN). Die Daten der Studie sollen auf dem Kongress der AAN Anfang April vorgestellt werden.

24.02.2011 Autor: Thomas Müller 

Quelle: SpringerMedizin.de basierend auf: Pressemeldung der American Academy of Neurology (AAN)

 

1. Mehrsprachigkeit verzögert Alzheimer


Mehrsprachig aufzuwachsen und zu leben, hat nicht nur Vorteile im Berufsleben - auch bei Alzheimer-Demenz hat es positive Auswirkungen. Bei mehrsprachigen Menschen wurde Alzheimer 4 Jahre und 3 Monate später diagnostiziert und Demenz-Symptome traten erst etwa 5 Jahre später auf als bei einsprachigen Personen. Dies ist das Ergebnis einer gerade veröffentlichten kanadischen Studie.

 

„Als Arzt kenne ich kein Medikament und keine einzelne Verhaltensempfehlung mit ähnlich starker Wirkung zur Demenzprophylaxe, wie sie durch Bilingualität in der vorliegenden Studie von Frau Prof. Ellen Bialystok berichtet wurde“, so Dr. Roland Wenzelburger, Neurologe in Kiel und Vorstandsmitglied des Vereins für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen FMKS e.V..

 

Forscher des kanadischen Rotman-Instituts in Toronto hatten eine Gruppe aus 211 Patienten mit der Verdachtsdiagnose Alzheimer untersucht. 102 Personen waren zweisprachig, 109 einsprachig. Die Patienten waren vergleichbar hinsichtlich der kognitiven und beruflichen Voraussetzungen, der Geschlechtsverteilung und des Immigrationsstatus. Obwohl die als zweisprachig klassifizierten Patienten ähnliche Plaqueablagerungen im Gehirn auswiesen wie die Vergleichsgruppe, schnitten sie doch deutlich besser ab in Hinsicht auf Alltagskompetenz, Gedächtnisleistungen, Orientierung, Problemlösung und Planung.

 

Die Autoren erklären dies so:  Zweisprachigkeit könne zwar vermutlich Alzheimer oder andere Demenz-Erkrankungen nicht verhindern. Aber die Zweisprachigkeit könnte zu einer „kognitiven Reserve“ des Gehirns beitragen. Diese kann bedingen, dass sich die Zeit bis zum Auftreten der typischen Symptome verzögert. Dies gelingt mit Medikamenten bisher nicht.

 

Das kanadische Team bestätigte mit seiner Studie die Ergebnisse einer Untersuchung von vor drei Jahren.

Mit freundlicher Genehmigung von SpringerMedizin.de, 16.11.2010, Autor: Volker Schuck (München), basierend auf: Fergus I.M. Craik, Ellen Bialystok, Morris Freedman, Delaying the onset of Alzheimer disease: Bilingualism as a form of cognitive reserve. Neurology November 9, 2010 75:1726-1729,
Mehr lessen: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21060095

Hier haben Sie die Möglichkeit die Pressemitteilung des FMKS als PDF-Datei herunterladen.

Mehrsprachler sind bessere Problemlöser

dpa. Wer mehr als eine Sprache beherrscht, kann besser Probleme lösen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Amerikanischen Universität in Scharjah (Vereinigte Arabische Emirate). Danach fällt es mehrsprachigen Menschen leichter, eine Fragestellung von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten. Sie versteifen sich beim Nachdenken über ein Problem auch nicht so leicht auf eine bestimmte Lösungsvariante wie viele einsprachige Menschen es tun. Das macht Mehrsprachige kreativer und hilft ihnen, innovative Lösungen zu finden.

Ein Jahr in Frankreich

Deutsch unterrichten in französischen Grundschulen

Für Grundschullehrer mit abgeschlossener Ausbildung und festem Anstellungsverhältnis. Sie verbringen ein Schuljahr in Frankreich und unterrichten in der Regel Deutsch als Fremdsprache in französischen Grundschulen.Während des Programms (1.8. bis 31.7. des Folgejahres) werden Sie unter Fortzahlung der Bezüge beurlaubt. Verständigungsfähigkeit in der französischen Sprache ist erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich. Diese Bundesländern machen mit: Baden Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.Das Deutsch-Französische Jugendwerk koordiniert und begleitet alles mit einem Tandemsprachkurs, Vorbereitung und Auswertung. Bewerbungen bitte auf dem Dienstweg an das zuständige Schulministerium - die genauen Bewerbungsmodalitäten und - fristen erfragen Sie bitte bei Ihrem jeweiligen Ministerium. Weitere Informationen sowie die Ansprechpartner in den Ministerien hier:

http://www.dfjw.org/grundschullehreraustausch

Zwei Fremdsprachen keine Überforderung für Kinder

Eine Pionierstudie des Nationalen Forschungsprogramms "Sprachenvielfalt und Sprachenkompetenz in der Schweiz" kam zu dem Ergebnis, dass Kinder von dem Erwerb zweier Fremdsprachen profitieren. Laut der Untersuchung vereinfachen Kenntnisse einer Fremdsprache das Erlernen einer zweiten.

Weitere Informationen: Untersuchung

Beobachtungsbogen einer bilingualen Kita

Ein Beobachtungsbogen zum Thema "Beobachtungen zur bilingualen Situation: Passive und aktive Fremdsprachenkenntnisse der Kinder" lässt sich hier als PDF-Datei herunterladen.

MERCEDES richtet seine Betriebs-Krippen bilingual aus


Frau Dr. Ilse Wehrmann http://www.ilse-wehrmann.de, freie Beraterin für frühkindliche Bildung und zum Beispiel  verantwortlich für die neuen betriebsnahen Krippen und Kitas von Mercedes und RWE. So gut wie all Ihre Einrichtungen sind bilingual ausgerichtet.   "... Das Bildungskonzept für die betrieblichen Krippen der Daimler AG basiert auf dem in Goßbritannien für Kinder unter drei Jahren entwickelten Programm „Sure Start“, das die Bertelsmann Stiftung für Deutschland unter dem Titel „Wach, neugierig, klug“ überarbeitet hat. Ich verweise lediglich auf die innovativen Bildungsbereiche Bilingualität, Naturwissenschaft und Technik, interkulturelle und -religiöse Kompetenz sowie Integration von Kindern mit Behinderungen. [...]" Hier hat ein deutsches Unternehmen chinesisches Tempo vorgelegt..." Frau Dr. Wehrmann bei der Eröffnung der 1. bilingualen Mercedes-Krippe in Stuttgart Untertürkheim

"Das Gehirn lernt mehrere Sprachen gleichzeitig"

Türkisch oder Deutsch, was sollen Einwandererkinder zuerst lernen?

Nicht so wichtig, sagt Sprachforscherin Petra Schulz. Im Interview plädiert sie für Zweisprachigkeit schon für die Kleinsten - und erklärt, warum auch jugendliches Kauderwelsch nicht schadet
Interview mit Petra Schulz "Wir brauchen die Eltern" aus SPIEGEL 10/2011. Prof. Petra Schulz ist Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,748786,00.html

Bilingualer Unterricht an Hauptschulen funktioniert gut

Stuttgarter Nachrichten

An zwei Hauptschulen in Baden-Württemberg werden Schulfächer mit Erfolg auf Englisch unterrichtet.

Artikel: http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2100895


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