FAQ - Fragen zur bilingualen Erziehung und Ausbildung

Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Fragen zur bilingualen Erziehung und Ausbildung zusammen mit einer Antwort notiert. Im oberen Bereich der Seite finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Fragen. Nach einem Klick auf Ihre Frage gelangen Sie automatisch zur Antwort.

FAQ - Antworten zur bilingualen Erziehung und Ausbildung

 Was ist Immersionslernen und warum ist es kindgerecht?

Immersion heißt Sprachbad. Die Kinder tauchen in die neue Sprache ein. Dabei ist die neue Sprache die Umgangssprache und Arbeitssprache, auch wenn die Kinder sie zu Beginn nicht kennen. Sie erschließen sich die neue Sprache selbst aus dem Zusammenhang, in dem sie gebraucht wird, und im induviduellen Tempo. Immersion folgt den Prinzipien der Psycholinguistik. So lernt ein Mensch auch seine Muttersprache. Immersionslernen überfordert nicht, weil die Sprache nicht zum Thema gemacht wird und Grammatik und Vokabeln nicht im Vordergrund stehen. Es wird weder von Erziehern noch von Lehrern sprachlich korrigiert. Dadurch ist der Spracherwerb frei von Druck. Die Erzieher bzw. die Lehrer unterstützen alles, was sie sagen, durch Gesten und Zeigen un dmit visuellen Hilfen. Immersionslernen ist die derzeit weltweit erfolgreichste Methode für den Spracherwerb. Sie erfordert, dass viel Zeit mit der neuen Sprache verbracht wrird; eine hohe Intensität ist sehr wichtig: Für Kinder bedeutungsvolle Dinge in einer reichhaltigen Sprache und das über einen langen Zeitraum.

 Was bedeutet Immersionslernen in Kindergarten und Schule?

Im Kindergarten heißt Immersionslernen: eine Erziehungskraft spricht nur deutsch, die andere ausschließlich die neue Sprache. Die fremdsprachliche Kraft unterstützt das, was sie tut, mit Zeigen und Gesten. Wenn sie sich beispielsweise bückt, sagt sie: „Ich bücke mich.“ In der Schule heißt Immersionslernen, dass der Unterricht in den Sachfächern in der neuen Sprache stattfindet. Die neue Sprache wird dabei nicht zum Thema gemacht. Es gibt keinen oder nur wenig formalen Sprachunterricht. Es wird nicht korrigiert. Es kommt darauf an, den Inhalt des Unterrichts zu begreifen. Dafür muß man nicht jedes einzelne Wort verstehen (das kommt mit der Zeit). Die Sprache ist das Unterrichtswerkzeug, mit dem Kinder sich die Sachinhalte selbständig erschließen. Sprache ist nicht selbst der Unterrichtsgegenstand. Immersionslernen gilt gegenwärtig als die weltweit erfolgreichste Methode zur Sprachvermittlung. Sie benötigt viel Zeit und unterscheidet sich grundlegend vom herkömmlichen Fremdsprachenunterricht, dem sogenannten lehrgangsorientiertem Unterricht.

 Wann funktioniert Immersionslernen besonders gut?

Wenn der Kontakt zur Sprache intensiv, regelmäßig, vielfältig ist und über lange Zeit anhält. Wichtig ist, in möglichst konkreten Sachzusammenhängen die neue Sprache zu gebrauchen: Wenn über Äpfel gesprochen wird, sollten Äpfel zugegen sein. Je mehr Sinne dabei angesprochen werden, desto besser.
Es ist sehr erfolgreich und kindgemäß, eine zweite Sprache schon im Kindergarten zu beginnen und in der ab Klasse 1 weiterzuführen. Immersionslernen im Kindergarten funktioniert dann besonders gut, wenn in der Kita regelmäßiger Sprachkontakt stattfindet. Es sollte die Hälfte oder noch besser die gesamte Öffnungszeit in zwei Sprachen verbracht werden. In der Schule hat sich bewährt, ab Klasse 1 bereits 70% des Unterrichts in der neuen Sprache zu geben. Dies geht, indem Sachfächer - außer dem Fach Deutsch - in der neuen Sprache unterrichtet werden. Immersionslernen gilt derzeit als das weltweit erfolgreichste Sprachvermittlungsverfahren.

 Was ist CLIL

CLIL „Content and Language Integrated Learning" ist der Oberbegriff für bilingualen Unterricht. Bei bilingualem Unterricht werden Sachfachinhalte in einer Fremdsprache unterrichtet. Es gibt sehr intensive Formen von CLIL wie Immersion („Sprachbad“), wo Sachfächer in der Fremdsprache über einige Jahre unterrichtet werden, bis hin zu einzelnen, gelegentlichen fremdsprachlichen Modulen von nur wenigen Wochen oder Monaten.

 

 

 Was heißt das Prinzip „Eine Person - eine Sprache"?

Eine Person bleibt bei einer Sprache: Im Kindergarten spricht eine Erziehungskraft zum Beispiel immer deutsch, die andere immer eine andere Sprache. Zweisprachig erziehende Eltern teilen sich die Sprachen zum Beispiel so auf, dass der Vater in der Familie immer die eine Sprache spricht, die Mutter immer die andere.

 Ist mein Kind mit zwei Sprachen überfordert?

Es ist kindgerecht, Kindern eine zweite oder auch eine dritte Sprache zu ermöglichen, wenn man die richtige Methode wählt. Weniger als ein Drittel der Menschheit wächst einsprachig auf. Kinder in vielen Familien wachsen auch in Deutschland mehrsprachig auf. Sprachen werden gut erworben, wenn man viel Zeit mit der Sprache verbringt, der Kontakt vielfältig ist und man es lange durchhält. Wenn eine kindgerechte Methode gewählt wird (siehe Immersionslernen), ist eine Überforderung nicht zu befürchten. Ein zweisprachiger Kindergarten ist eine gute Gelegenheit für eine zweite Sprache. Eine zweite Sprache fördert grundsätzlich die kognitive (geistige) Entwicklung des Kindes.
Eine Sprache muß nicht abgeschlossen sein, damit eine weitere dazu kommen kann. Voraussetzung ist eine altersgemäße Entwicklung der Muttersprache durch regelmäßigen Gebrauch zu Hau

 Muß mein Kind erst eine Sprache beherrschen, bevor eine zweite hinzukommen darf?

Nein, dieser Rat ist falsch. Kinder können mehrere Sprachen gleichzeitig erwerben. Der Mensch ist auf Mehrsprachigkeit ausgelegt, nicht auf Einsprachigkeit. Im Gegenteil, der Kontakt zu einer zweiten Sprache in frühem Alter tut gut, fördert die geistige Entwicklung und hilft dem Kind sogar, die Muttersprache gut zu entwickeln. Dies liegt daran, dass die Fähigkeiten, die für Spracherwerb benötigt werden, beiden Sprachen zugute kommen.

 Was heißt bilingual?

Bilingual heißt zweisprachig. Bi = zwei, Lingua = Sprache. Mit dem Begriff ist keine bestimmte Methode verbunden - Zweisprachigkeit kann durch verschiedene Lehr/Lernmethoden erreicht werden, eine besonders effektive, die sich auch für Kinder besonders eignet, ist die des Immersionslernens.

 Was ist normaler in der Welt, Einsprachigkeit oder Mehrsprachigkeit?

Weniger als ein Drittel der Menschheit wächst einsprachig auf, der Rest mehrsprachig.

 Wie erreicht man, dass Kinder die Schule dreisprachig verlassen?

Mit dem folgenden Modell können Kinder die Schule dreisprachig verlassen:

  1. Die 1. Fremdsprache wird in der bilingualen Kita im Alter von 3 Jahren eingeführt.
  2. Von Klasse 1 bis 4 wird die 1. Fremdsprache durch Immersionsunterricht in Höhe von 70% der wöchentlichen Unterrichtszeit weiter gefördert. Das heißt, dass alle Schulfächer - bis auf Deutsch -vom ersten Schultag an in der 1. Fremdsprache unterrichtet werden.
  3. Mit Beginn der 5. Klasse (Sekundarstufe I) wird die 2. Fremdsprache nach dem Muster des bilingualen Unterrichts eingeführt. Gleichzeitig wird die 1. Fremdsprache durch Immersionsunterricht in 2-3 Fächern weiter gefördert. Von den im Lehrplan vorgesehenen Regelstunden für die 1. Fremdsprache werden dann nur noch 1-2 für die eigentliche Spracharbeit, vor allem für das Schriftliche, benötigt. Die restlichen Stunden stehen für die intensive Förderung der zweiten Fremdsprache zur Verfügung.

 Warum braucht man drei Sprachen, schließlich komme ich auch ohne gute Sprachkenntnisse durchs Leben?

Die Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Staaten haben bei Ihrem Gipfeltreffen in Barcelona im Frühjahr 2003 beschlossen, dass alle EU- Bürger künftig vom frühesten Kindesalter an zwei fremde Sprachen lernen sollen. Ziel ist ein funktional angemessenes Niveau.
Die Anforderungen an Sprachen sind im Laufe der letzten Jahre drastisch gestiegen. Sehr gute Sprachkenntnisse werden immer wichtiger.
Zumindest sehr gute Englischkenntnisse sind heute zur beruflichen Schlüsselqualifikation geworden, aber Englisch allein reicht nicht. Es muß auch eine 2. Fremdsprache vernünftig beherrscht werden - sprechen, schwatzen, schreiben, lesen.
Für die Verständigung in der Welt, als Voraussetzungen für Frieden, für die Zusammenarbeit in Europa werden sehr gute Sprachkenntnisse immer wichtiger- sie alleine reichen nicht für eine friedliche Welt, sind aber Vorraussetzung.
Für den Einzelnen eröffnen sich durch Mehrsprachigkeit berufliche Chancen sowie Möglichkeiten, mit vielen anderen Menschen zu sprechen. Man hat Zugang haben zu fremdsprachlichen Filmen, Büchern, Theater. Mehrsprachige Menschen sind außerdem sprachlich flexibler als einsprachige.

 Was heißt Sprachkenntnisse auf einen „funktionell angemessenen Niveau"?

Funktional angemessen heißt: dass die Schulabsolventen das für ihren Beruf erforderliche Niveau erreichen, zumindest aber in seine Nähe kommen. In vielen Stellenanzeigen wird schon heute „verhandlungssicheres" Englisch verlangt. Darauf muss nicht nur das deutsche Schulsystem ausgerichtet werden. Schulabgänger sollen wenigstens Diskussionen folgen, ihre Argumente vortragen, sicher lesen und sich in vielen verschiedenen Situationen sprachlich sicher ausdrücken können.

 Warum lernt man im jetzigen Schulsystem drei Sprachen nicht gut genug?

Die Staats- und Regierungschefs der 15 EU-Staaten haben bei Ihrem Gipfeltreffen in Barcelona 2003 beschlossen, dass alle EU- Bürger künftig vom frühesten Kindesalter an zwei fremde Sprachen lernen sollen. Ziel ist ein funktional angemessenes Niveau.
Drei Sprachen auf einem funktionell angemessenen Niveau lassen sich nicht erreichen, wenn der Fremdsprachenunterricht erst in der 5. Klasse oder in Klasse 3 mit 1-2 Wochenstunden eingeführt wird. Die Zeit reicht nicht. Erfahrungsgemäß reicht sie gerade, um die erste Fremdsprache - aber auch nur durch bilingualen Unterricht in der weiterführenden Schule - auf ein funktional angemessenes Niveau zu bringen. Keineswegs reicht die Zeit auch für eine zweite Sprache. Folglich führt an der Frühvermittlung von Fremdsprachen kein Weg vorbei. Dabei sind drei Aspekte wichtig:

  • durch den früheren Beginn mit der ersten Fremdsprache - das ist neben der Muttersprache die zweite Sprache - muß genügend Zeit gewonnen wird, damit auch eine zweite Fremdsprache (= dritte Sprache) intensiv gefördert werden kann. Ziel ist, auch da das erforderliche Niveau zu erreichen. Gleichzeitig ist die erste Fremdsprache auf hohem Niveau weiter zu entwickeln. So erreicht man drei Sprachen.
  • für alle drei Sprachen, und zwar auch für die Muttersprache, sind die Lese - und Schreibfähigkeiten auf dem erforderlichen Niveau zu entwickeln und
  • die heute unverzichtbare Medienkompetenz muss gleichzeitig entwickelt werden.

 Muß ich mit meinem Kind üben, wenn im Kindergarten zwei Sprachen gesprochen werden?

Nein, das ist nicht nötig und nicht erwünscht. Lernprogramme sind nicht altersgemäß. Kinder lernen Sprachen intuitiv, indem sie - wie bei ihrer Muttersprache auch - die Dinge aus dem Zusammenhang erfassen.

 Sollen Eltern zu Hause das Sprachenlernen unterstützen?

Eltern können ihren Kindern vermitteln, dass ihnen selbst Fremdsprachen wichtig sind. Wieso nicht selbst eine Sprache lernen oder aufbessern? Für Sprachkontakt außerhalb der Kita oder Schule gibt es außer Urlaub in einem anderen Land Möglichkeiten wie Bücher, Filme, Musik, Computerspiele, Zeitschriften. Sie sollten altersgemäß sein und niemals sollte Druck ausgeübt werden! Ganz besonders wichtig aber ist, dass Eltern zu Hause die Muttersprache pflegen: viel vorlesen und viel mit den Kindern sprechen. Ist die Muttersprache gut entwickelt, ist dies eine gute Voraussetzungen für eine weitere Sprache.

 Wo gibt es in meiner Nähe eine(n) bilinguale(n) Kindergarten oder Schule?

Die Übersicht über die Adressen von bilingualen Kindergärten und Schulen wird von uns engmaschig aktualisiert.

 Was kann ich tun, wenn es keine Kita in meiner Nähe gibt?

Suchen Sie Gleichgesinnte und Verbündete, Sie können dies auch im Forum eintragen. Fragen Sie Ihr Jugendamt, fragen Sie bestehende Kitas und ihre Träger, Ihre Bildungspolitiker, Ihren Bürgermeister... Tips für die Gründung eines bilingualen Kindergartens finden Sie im (Verweis auf) „Leitfaden für die Einrichtung eines bilingualen Kindergarten". Wenn Sie grundlegende Informationen benötigen, wie man organisatorisch und finanziell einen Kindergarten aufbaut, schreiben Sie uns eine e-mail.

 Gibt es für bilinguale Kitas finanzielle Unterstützung?

Quellen für finanzielle Unterstützung sind uns nicht bekannt. Eine bilinguale Kita ist nicht teurer, weil eine Kraft deutsch sprechen kann, die andere die neue Sprache. Kitas können Sprachassistenten beantragen, die unentgeltlich 9 Monate bleiben. Informationen dazu finden Sie hier im „Leitfaden für die Entstehung eines bilingualen Kindergartens".

 Elternwunsch zur Einrichtung einer bilingualen Gruppe wird verweigert - was nun?

Manche Einrichtung, sei es Kita oder Schule, ist nicht offen für Immersionslernen. Eltern erleben mitunter, dass Einrichtungen sich gegen ihre Wünsche sperren. Oft wird dies aber nicht offen ausgesprochen. Dies macht die Sache schwierig. Manchmal werden von der Einrichtung oder der Verwaltung Scheinargumente vorgeschoben wie zum Beispiel, dass man das Geld nicht habe (dabei kosten bilinguale Konzepte nicht mehr als einsprachige), dass man das nicht dürfe oder dass das ja gar nicht funktionieren könne. Oder man bekommt keinen Termin bei der Verwaltung oder bei einem Politiker oder es wird nicht zugehört. Manchmal nimmt eine Einrichtung den Wind aus den Segeln, indem sie auf Alternativangebote wie eine Spielstunde pro Woche ausweicht - diese soll von Eltern meist selbst organisiert werden, schläft aber oft mit der Zeit ein und kann auch von der Konzeption her nicht zu viel führen (zu wenig Zeit für die Sprache, künstliche Situation, Eltern müssen zahlen und so weiter). Manche Kitas und Schulen nutzen die Tatsache aus, dass Eltern nach 3 Jahren oder an Grundschulen 4 Jahren eh weggehen und lassen die Eltern regelrecht auflaufen.
Eltern merken also mitunter, dass sie also nicht weiter kommen, weil der Wille auf der anderen Seite fehlt und keine echte Prüfung des Elternwunsches erfolgt. In einem solchen Fall sollten Eltern überlegen, wieviel Energie sie noch in investieren möchten. Denn Eltern haben nicht alle Zeit der Welt, vor allem, wenn die eigenen Kinder noch etwas haben möchten. Manchmal ist es besser, sich rechtzeitig mit Alternativen auseinander zu setzen. Dies kann heißen, mit einer anderen Einrichtung sprechen oder selber etwas Sinnvolles versuchen auf die Beine zu stellen, bis dahin, an einen Ortswechsel zu überlegen oder ein Au -Pair Mädchen zu suchen und so weiter. Eigentlich immer bewährt hat es sich, sich dann Gleichgesinnte bzw. Verbündete zu suchen. Der FMKS versucht zu beraten und zu helfen.

 Bei uns im Kindergarten wird stundenweise Englisch unterrichtet - ist das nicht auch schon ein Fortschritt?

In der anderen Sprache zu spielen, kann Spaß machen, aber auch hier ist die Kontaktzeit, die Regelmäßigkeit und die Vielfalt des Sprachkontakts entscheidend. Schließlich ist auch die Beziehung des Kindes zur fremdsprachlichen Erzieherin für den Spracherwerb wichtig. Die Kontaktzeit ist kurz (vergleiche Stichwort Immersionslernen). Sie ist ungleich kürzer, als wenn während der ganzen Öffnungszeit eine Fachkraft den Alltag mit den Kindern in der neuen Sprache verbringt. Außerdem ist „Unterricht" im Kindergarten nicht altersgemäß. Die Einrichtung einer Spielgruppe ist eher eine künstliche Situation. In der Praxis läßt sich die Organisation von Spielgruppen neben dem Kita-Alltag auf Dauer schwer aufrechterhalten. Die Sprache ist immer aufbereitet - wenn auch spielerisch - und selten authentisch. Oftmals werden Kindergruppen für die Sprachstunde auseinandergerissen. Dies kann problematisch sein, denn alles, was von der Normalität abweicht, ruft leicht Abneigung hervor. Die Extrabezahlung der Spielstunden kann Eltern und Kinder spalten. Diese Bedingungen führen dazu, dass bei durchschnittlichen Kindern kein Spracherwerb dabei herauskommen kann, der vergleichbar wäre mit Immersionslernen.

 Gibt es weitere Vorteile von Immersionslernen außer dem Sprachenlernen?

Immersion ist kostenneutral, denn es werden keine zusätzlichen Kräfte im Kindergarten und in der Schule benötigt. Außerdem scheinen die kognitiven (geistigen) Fähigkeiten der Kinder zu profitieren - vor allem in Kanada wird Immersionslernen seit circa 25 Jahren wissenschaftlich begleitet, und die Testergebnisse der Kinder weisen in diese Richtung

 Was ist der Unterschied zwischen Immersionslernen und herkömmlichem, lehrgangsorientierten Unterricht?

Immersionslernen macht Sprache nicht zum Unterrichtsgegenstand, sondern die neue Sprache ist das Werkzeug. Mit ihr erschließen sich die Kinder selbst die Inhalte, zum Beispiel in Mathematik oder Sport oder Geschichte. Das Lernen wird den Kindern überlassen, sie finden ihr eigenes Tempo. Immersionsunterricht ist sehr individuell, dadurch ist die Methode Immersion frei von Druck. Die Kenntnisse, die sich das Kind in der Fremdsprache erworben hat, stehen dann auch in der Muttersprache zur Verfügung. Der Fachunterricht leidet weder in Qualität noch in Quantität des von den Schülern erworbenen Fachwissens. Beim Immersionslernen steht die Entwicklung der kommunikativen Fähigkeiten im Vordergrund.

 Was lernt mein Kind, wenn Englisch in der Grundschule ab Klasse 3 beginnt?

Ein bis zwei Wochenstunden ab Klasse 3 oder Klasse 4 können nicht zu so guten Fremdsprachenkenntnissen wie Immersionslernen in Kindergarten und Grundschule führen. Dafür ist die mit der Sprache verbrachte Zeit zu kurz und der sprachliche Input zu gering. Beim Sprachenlernen kommt es auf die Intensität an, das heißt, man beginnt früh und mit sehr viel Zeit. Immersionslernen ist hier die Methode der Wahl. Sie führt zwangsläufig zu besseren Ergebnissen und ist kostenneutral. Bewährt haben sich ein Verbund aus Kindergarten und Grundschule: bereits im Kindergarten erfolgt eine zweisprachige Betreuung. In der Grundschule werden Sachfächer in der Fremdsprache unterrichtet. Einzelne Wochenstunden ab Klasse 3 oder 4 bedeuten auch eine Verschwendung von Geld, weil teure extra Stunden bezahlt werden müssen - und das Resultat ist im Vergleich zu Immersionslernen gering. Enttäuschungen von Eltern und Bildungsverwaltung sind vorprogrammiert. Es besteht zudem die Gefahr, dass durch die Wahl der falschen Methode die gesamte Frühvermittlung von Fremdsprachen in Mißkredit gerät. Englisch ab Klasse 3 oder 4 hat oft auch lediglich das Ziel, Kinder für Sprachen zu sensibilisieren. Können wir es uns noch leisten, uns damit zufrieden zu geben?

 Mein Kind ist nicht überragend sprachbegabt. Kann es trotzdem in einen bilingualen Kindergarten oder eine bilinguale Klasse?

Eine besondere Begabung ist keineswegs erforderlich. Voraussetzung ist eine altersgemäße Entwicklung der Muttersprache durch regelmäßigen Gebrauch zu Hause.

 Fremdsprache im HORT

Grundsätzlich kann diese Betreuungszeit gut genutzt werden für zusätzlichen Sprachkontakt, indem eine Betreuerin die Fremdsprache spricht. Hier eine Elternfrage: „Wir haben einen französischen Muttersprachler, der mit den Kindern französisch sprechen könnte. Einige Kinder waren im bilingualen Kindergarten, einige nicht. Was ist besser: ab und zu Französisch in Reime und Lieder einfließen zu lassen oder Französisch als 2. Umgangssprache (Immersion) einzuführen?"
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 Welche Materialien kann ich beim FMKS herunterladen oder bestellen?

Sie können verschiedene Materialien per Download anfordern und selbst ausdrucken (Adobe Acrobat Reader wird benötigt). Am Fuss der Seite sind auch Materialien zum Bestellen per Unkostenersatz aufgeführt. Im Aufbau befindet sich eine kommentierte Übersicht käuflicher Lernmedien aus anderen Quellen. Wenn Sie diese über den Kaufen-Link bei Amazon.com bestellen, unterstützen Sie unsere Vereinsarbeit.

 Wo gibt es Erfahrungen mit Frühvermittlung von Sprachen und Immersionslernen?

Besonders in Kanada, Finnland, Spanien, USA. In Deutschland: dänische Kitas und Schulen, deutsch-französische Kitas im Saarland, dem Verbund aus deutsch-englischer Kita und Grundschule in Altenholz/Kiel sowie in Internationalen Schulen.

 Warum ist der frühe Beginn mit Sprachen so entscheidend?

Weil man nur dann genug Zeit hat, zwei weitere Sprachen zusätzlich zur Muttersprache ausreichend zu fördern. Die Kitazeit ist sehr gut geeignet, um Sprachen ohne Druck und streßfrei zu erwerben. Die kognitive (geistige) Entwicklung der Kinder profitiert.

 Sollen Migrantenkinder auch eine weitere Sprache im Kindergarten und in der Schule bekommen?

Diese Frage ist noch nicht umfassend genug untersucht. Es gibt Einzelbeispiele mit positiven Erfahrungen. Wichtig ist, dass Eltern mit den Kindern recht konsequent in ihrer Muttersprache weiter sprechen, damit sich diese altersgemäß entwickeln kann. Außerdem ist es im Umgang mit Migrantenkindern immer wichtig, deren Muttersprache eine hohe Wertschätzung gegenüber zu zeigen - auch ganz unabhängig von Immersionslernen: Je höher die Wertschätzung, desto größer die Selbstsicherheit zum Erlernen von neuen Sprachen. Mehr über Forschungsergebnisse finden Sie in der Broschüre von Prof. Henning Wode zu bilingualen Kitas: Mehrsprachigkeit/Comenius und im Vortrag von Dr. Andreas Rohde: Bilinguale Konzeptionen im Kindergarten : Sind sie für alle Kinder gleichermaßen geeignet? Zur besonderen Problematik von Migrantenkindern.

 Was ist eine Muttersprache?

Die Muttersprache ist im Allgemeinen die Sprache, die ein Kind als erstes erlernt, im sogenanten Primärsprachenerwerb. Manche sprechen auch von Familiensprache oder der L1. Bei zweisprachig aufwachsenden Kindern kann die Festlegung einer Muttersprache schwierig sein, dann sollte man die zurzeit gerade stärkste Sprache annehmen, wenn es darum geht, ob sie altersgemäß entwickelt ist.

 Nach welcher Zeit kann ein Kindergarten zweisprachig geführt werden?

Nach etwa 6 Wochen verstehen die Kinder genug, um den Kindergartenroutinen in der zweiten Sprache folgen zu können. Dadurch, dass die Kinder stets die Wahl zwischen einem Deutsch- und einem „anders"- sprachigen Erzieher haben, kann der Kindergarten zweisprachig ablaufen.

 Wie geht Immersionslernen im Kindergarten?

Die (fremdsprachigen) Erziehungskräfte unterstützen das, was sie sagen, mit Gesten und Zeigen. Wenn über Äpfel gesprochen wird, sollten Äpfel zugegen sein, je mehr Sinne dabei angesprochen werden, desto besser. Die Kinder können sich selbständig erschließen, um was es geht. Genau dies tun sie auch beim Erwerb ihrer Muttersprache. Sie sind dabei nicht überfordert. Lernpläne und Kontrollen gibt es nicht.

 Gehen die deutschen Kinder zur englischsprachigen Erzieherin, wenn sie sie nicht verstehen, oder werden sie dann nur zur deutschen Erzieherin gehen?

Die Kinder brauchen nicht die WORTE zu verstehen. Es genügt, wenn sie mitbekommen, um was es geht. Die fremdsprachliche Erzieherin wird alles, was sie tut, mit Gesten und Zeigen unterstreichen. Wenn sie sich bückt, sagt sie, ich bücke mich. Wenn sie dem Kind einen roten Stift gibt, wird sie sagen: „Hier, der rote Stift." Wenn es rausgeht, wird sie sagen, "Komm, wir ziehen Schuhe an", und das dann auch tun. Wiederkehrende Ritualen und formelhafte Dingen wie Grüßen etc. werden die Kinder zuerst begreifen. Dabei durchschauen sie die sprachlichen Strukturen nicht. Das macht nichts. Stellen Sie sich vor, eine Frau erzählt auf Persisch, einen Ihnen unbekannte Sprache, ihre Geschichte. Keiner wird etwas verstehen. Spricht die Frau und stellt dabei gleichzeitig mit einer Handpuppe das dar, was sie erlebt hat, wird jeder begreifen, worum es geht. Dieses Beispiel erzählen wir, weil es einen kleinen Film dazu gibt. Nach 6 Wochen bereits kann man eine Kita zweisprachig führen, die Kinder verstehen dann genug für den Kita-Alltag. Die Kinder durchschauen die Redewendungen und die einzelnen Worte nicht, aber das ist auch nicht erforderlich fürs Verstehen. Sie lernen es im Laufe der Zeit, wie man eben seine Muttersprache auch lernt. Die fremdsprachliche Erzieherin muß genug deutsch verstehen, damit sie weiß, was die Kinder wollen, wenn sie sich an sie wenden. Wenn sie sympathisch ist, werden die Kinder sich sehr wohl an sie wenden, auch wenn sie eine andere Sprache spricht. Es läuft auch viel über die Beziehung zu ihr, wenn sie nett ist, wollen die Kinder alles verstehen.

 Eignet sich das Fach Sport für bilingualen Unterricht in der Schule?

Sport ist hervorragend für bilingualen Unterricht geeignet. Es ist ständig ein anschaulicher Kontext gegeben. Darüber hinaus sind die Schüler im Sportunterricht meist emotional stark involviert. Dies sind sehr gute Bedingungen. Einige Schulen unterrichten Sport sogar als erstes Fach bilingual.

 Wie kann ich im FMKS Mitglied werden?

Sie können hier einen Antrag auf Mitgliedschaft online stellen.

 Was ist der gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Fremdsprachen des Europarats?

Er beschreibt, welche Fähigkeiten erlernt werden müssen, um eine Sprache für kommunikative Zwecke zu nutzen. Er ist handlungsorientiert, da in einer Kommunikationssituation neben sprachlichen Fähigkeiten auch andere Aspekte, wie zum Beispiel der kulturelle Zusammenhang, eine Rolle spielen. Der Referenzrahmen definiert sogenannte Kompetenzniveaus: elementare Sprachverwendung A1, A2, selbständige Sprachverwendung B1, B2, kompetente Sprachverwendung C1 fortgeschrittenes Kompetenzniveau; C2 nahezu muttersprachliche Sprachbeherrschung. Viele Sprachzertifikate beziehen sich auf den Europäischen Referenzrahmen.

 Verschlimmert Bilingualität das Stottern?

 

Es gibt leider immer noch zuwenig Forschung und auch unterschiedliche Ergebnisse, aber eines ist klar:
Bilingualismus führt nicht zum Stottern und umgekehrt.


Einige vereinzelte Studien haben jedoch darauf hingewiesen, dass es bei zweisprachigen Kindern länger dauern mag, bis sich das Stottern reduziert, aber auch dies ist nicht klar. Auch, ob zweisprachige Kinder öfter stottern als einsprachige Kinder, ist nicht abschließend geklärt. Manchmal wird die Zweisprachigkeit gerne als Erklärungsgrund herangezogen, vor allem, wenn von Vornherein eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf das Thema besteht.

Die allermeisten Kinder stottern in beiden Sprachen - wie beim Lispeln auch. Es ist wichtig, das Kind liebevoll und stressfrei zum Sprechen anzuregen (in beiden Sprachen), um dem Kind die Scham zu nehmen. Wichtig ist auch, einen Logopäden einzuschalten, wenn die Stotterphase zu lang andauert. Er kümmert sich dann um die dominante Sprache des Kindes.

 

Das Prinzip eine Person - eine Sprache hat sich bewährt.

Ein zweisprachiger Kindergarten wird bei Kindern also kein Stottern auslösen oder Stottern verschlimmern: Im Gegenteil, die sprachanregende Atmosphäre macht es dem Kind leichter, vielleicht auch in der neuen Sprache verbal tätig zu werden.

 

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht, die Sie uns mitteilen möchten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an fmks@fmks.eu

 Zwei Sprachen in der Familie -  deutsch und dänisch in Dänemark, Bücher und praktische Tipps

„Meine Partnerin ist Dänin, ich Deutscher mit Deutsch als Muttersprache. Wir wohnen in Dänemark und haben seit zwei Monaten zwei Pflegekinder im Alter von 3 und 6 Jahren. Die Kinder sprechen gut bis sehr gut Dänisch und verstehen mittlerweile auch etwas Deutsch. Am Anfang habe ich fast kein Deutsch mit ihnen gesprochen, damit sie erst mal Vertrauen aufbauen können. Jetzt würde ich aber gerne dazu übergehen, ihnen Deutsch beizubringen. Können Sie mir Bücher mit praktischen Tips nennen, wie man kleinen Kindern Deutsch beibringt? Eine weiterere Besonderheit ist, dass die Kinder erst jetzt zum ersten Mal mit einer Fremdsprache in Kontakt kommen.“

 

Antwort (Dr. Anja Steinlen)

Es ist wunderbar, dass Sie Ihren Pflegekindern Deutsch beibringen möchten, das wird sicher den Zusammenhalt in Ihrer Familie stärken. Ihre Pflegekinder haben sicher schon gemerkt, dass Sie einen deutschen Hintergrund haben und werden neugierig sein. Vielleicht möchten Sie ihnen behutsam erklären, warum Sie Ihnen wichtig ist, mit ihnen auch Deutsch zu sprechen, da Sie ja aus Deutschland stammen.

So kann man zum Beispiel ausmachen, dass man beim Frühstück/Mittagessen etc. Deutsch spricht, das heißt, dass Sie einen klaren Zeitrahmen schaffen. Vorlesen geht auch immer wunderbar und ist ein schönes Ritual vor dem Zubettgehen. Am Anfang bieten sich Bilderbücher mit etwas weniger Text, aber ansprechenden Bildern, an. Je mehr Deutsch die Kinder verstehen, desto mehr Text kann das Buch enthalten. Hier ist es immer gut, sich den Neigungen und Interessen der Kinder anzupassen.

 

Sie brauchen kein Lehrbuch, um den Kindern Deutsch beizubringen. Verwenden Sie Ihre Sprache natürlich und in vielen Situationen (intensiv und kontinuierlich), ganz normal, wie Sie es in Deutschland mit Kindern auch tun würden. Sie werden aber am Anfang viel auf Gesten und Mimik zurückgreifen, damit Ihre Kinder besser verstehen, was gemeint ist. Dies ist völlig normal und gehört dazu (und für die Kinder ein großer Spaß).

 

Da Kinder selbst noch im Spracherwerbsprozess sind, ist es für sie normal, nicht alles zu verstehen, deshalb ist für sie eine neue Sprache nicht angstbesetzt. Wichtig ist dabei außerdem, dass Sie keinen Druck ausüben, also sie nicht zum Sprechen zwingen.

 

Haben Sie vielleicht einen deutschen Kindergarten oder Spielgruppen in der Nähe? Auch dies würde den Kindern die Relevanz des Sprachenlernens näher bringen. Wenn die Möglichkeit besteht, dass Sie mit den Kindern Deutschland zu besuchen, würde dies den Kindern verdeutlichen, dass die Sprache nicht nur Familiensprache ist.

 

Wichtig ist, dass die Erwartungen realistisch sind: Wie uns Eltern in ähnlicher Situation immer berichten, verstehen Kinder die neue Sprache relativ schnell, sprechen sie aber nicht. Man sollte sie dann nicht zwingen, denn eine neue Sprache muss sich erstmal aufbauen (wie beim Muttersprachenerwerb). Auch wird Dänisch immer die dominante Sprache bleiben (zumindest solangen Sie in Dänemark leben). Wichtig aber ist: Es schadet den Kindern nicht, wenn sie zuhause Deutsch lernen, denn das Gehirn kennt keine Sprachensperre.“

 Bilinguale Kita: Gilt „Eine Person-eine Sprache“ auch, wenn sich die deutschen Fachkräfte vor den Kindern mit den englischen Kollegen unterhalten?

Unsere Kita ist seit mehreren Jahren bilingual. Unsere englischen Kräfte sprechen nur englisch mit den Kindern, die deutschen Kräfte deutsch. Bei uns wird diskutiert, ob das Prinzip "Eine Person – eine Sprache" auch gilt, wenn die deutschen Kollegen sich vor den Kindern mit den

englischen Kollegen unterhalten. Sollen Sie dann auch ihre Muttersprache nutzen, oder ist es besser, die Kollegen vor den Kindern in Englisch anzusprechen.

 

Antwort (Dr. Anja Steinlen)

Studien gibt es über das Thema nicht, aber viele Erfahrungsberichte, und Ihre Frage taucht gerade bei fortgeschrittenen Kitas immer wieder auf.
Der FMKS plädiert sehr für das Konzept "eine Person - eine Sprache", das sich im institutionellen Rahmen besonders gut bewährt hat. Dies ist insbesondere wichtig, als dass die "native speakers" die einzigen Personen sind, von denen die Kinder den englischen Input überhaupt erhalten. Deshalb sehen wir es extrem ungern, wenn eine englischsprachige Kraft ins Deutsche wechselt, da dies die Menge des englischsprachigen Input deutlich verringert.

Anders sieht es auch, wenn deutsche Kräfte Englisch sprechen. Dies hat für die Kinder mehrere Vorteile: Sie sehen, dass sich auch die Erwachsenen um das Englische bemühen, die ja Vorbildfunktion haben. Zum anderen produzieren die Kinder zumeist nur wenig Englisch. Wenn die deutschen Kräfte Englisch sprechen, mag das die Kinder animieren, diesem Beispiel zu folgen. Außerdem schulen sie ihr Hörverstehen, da sie ja eine andere "Varietät" des Englischen hören. Ein Sprachwechsel der deutschen Kraft bietet sich vor allem dann an, wenn sie die englische Sprache gut beherrscht, denn das bietet den Kinder eine weitere Möglichkeit, sich mit der neuen Sprache auseinander zu setzen. Natürlich machen "nicht-native speakers" Fehler. Da sie jedoch mit den Kindern (und dies ist wichtig) weiterhin auf Deutsch kommunizieren, fallen für den Spracherwerbsprozess der Kinder diese nicht ins Gewicht, denn die Menge des englischen Inputs durch die deutsche Kraft ist eher gering und nicht an die Kinder gerichtet.

Übrigens: Eine Ausnahme des Konzept "eine Person - eine Sprache" besteht unserer Ansicht nach bei Liedern und Reimen, die gern von allen KollegInnen und allen Kindern in allen Sprachen begleitet werden sollten.

Zusammenfassend:
Wenn sich die deutschen Kollegen vor (nicht mit) den Kindern mit den englischen Kollegen unterhalten, kann dies gerne in  Deutsch oder Englisch geschehen. Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen und dass Absprachen von allen Beteiligten verstanden werden.



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