
Immersion ist so erfolgreich, weil.....
"Tell me and I forget:
Teach me and I remember:
Involve me and I learn.“
Benjamin Franklin, 1706 - 1790
Uta Fischer, Schulleiterin der Claus-Rixen-Schule in Altenholz/Kiel, erste
staatliche Grundschule Deutschlands mit deutsch-englischem bilingualen
Zweig:
„Alles in allem war es ein Stück harte Arbeit. Für unseren Start 1999
brauchten wir die mentale Stärke eines Marathonläufers. In meinem
Arbeitszimmer hängt ein Spruch von Helmut Schmidt: „Deutschland leidet an
tausend Verhinderungsinstanzen."
Dabei können sich unsere Erfolge sehen lassen: Wir können den Kindern ein
gutes Hörverständnis vermitteln, ihnen die Angst vor dem Sprechen nehmen,
ihnen einen breit angelegten Wortschatz vermitteln. Das Erlernen der
nächsten Sprache fällt ihnen leichter. Und wir können sie schlauer machen,
denn der Gebrauch der Fremdsprache befördert die geistige Entwicklung. Die
Kinder bringen sich selber das Lesen der englischen Sprache bei und können
dies in Klasse 3 und 4 auf muttersprachlichem Niveau. Sie trauen sich, über
alle Inhalte zu sprechen.
Wie das geht? Die Kinder brauchen viel sprachlichen Input auf einem hohen
Sprachniveau und ihr Gehirn bildet die Regeln der Sprache selbst. So ist der
Mensch konzipiert. Andersherum: Konzepte, die auf wenig Sprachinput beruhen,
können längst nicht so weit kommen.
Wir haben mit unserem Projekt, dem Verbund von bilingualer Kita und
bilingualer Grundschule, die Bildungslandschaft ein klein wenig verändert.
Mir persönlich geht es nicht schnell und auch nicht weit genug. Der Prophet
im eigenen Land gilt nichts: aus Istanbul, Tschechien, Polen, Bozen und
anderen Orten sieht man nach Altenholz. In Schleswig-Holstein dagegen tut
sich wenig: nur ein weiterer Verbund aus Kita und bilingualer Grundschule
hat den Durchbruch geschafft.
Sorge bereiten mir auch die Privatschulen. Staatsschulen können bilinguale
Angebote machen ohne Zusatzkosten. Ich fände es schrecklich, wenn wir unsere
Kinder aus Staatsschulen treiben, nur weil wir uns nicht schnell genug
entwickeln. Wenn man von schulischen Innovationen spricht, dann sind die
Bedenken doch größer als der Wille zur Veränderung."
Rudi Grimm, Geschäftsführer der BI Medien GmbH, Kiel, Rostock:
"Für unseren Betrieb sind sehr gute Sprachkenntnisse wichtig, weil
wir immer immer häufiger mit Kunden in anderen Sprachen als Deutsch
kommunizieren. Da müssen wir fit sein im Verstehen, Sprechen
und Schreiben. Ich freue mich, dass Mitarbeiter von uns fließend
Englisch, Französisch, Italienisch, Dänisch und Ewe beherrschen."
http://www.bi-online.de