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Fünf bilinguale Grundschulen in Lübeck

Die Hansestadt führt die zweisprachige Bildung von Anfang in Schleswig-Holstein an. Der fmks gratuliert!

Dies sind die fünf deutsch-englisch bilingualen Grundschulen in Lübeck: Schule am Meer, Grundschule Roter Hahn, Schule am Stadtpark, Grundschule Schönböcken, Lutherschule.

Für bilinguale Bildung macht sich insbesondere die Initaitive Bilinguale Erziehung in Lübeck gGmbH stark.

Der fmks unterstützt die Kampagne SPRACHKITAS RETTEN und fordert, Mehrsprachigkeit als Thema im Sprachkita-Programm aufzunehmen

Bundesregierung will Sprachkita-Programm 2023 nicht weiterführen

Der fmks fordert die Weiterführung des Sprachkita-Programms und die ausdrückliche Erweiterung um die Mehrsprachigkeit! Jede Sprache, die ein Kind mitbringt, muss einen hohen Stellenwert haben, gewertschätzt und bestmöglich gefördert werden. Bei mehrsprachigen Kindern ist dies zudem eine gute Grundlage, um Deutsch zu lernen.

Zur Kampagne zur Rettung und Verstetigung der Sprachkitas - Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Unterschreiben Sie hier die Petition an den Dt. Bundestag, damit es eine öffentliche Anhörung gibt

Das Sprachkita-Programm ist ein wichtiger Teil der in Deutschland vernachlässigten frühkindlichen Bildung. Das Sprachkita-Programm wurde wissenschaftlich begleitet und seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt.

Im Sprachkita-Programm teilen sich zwei Kitas eine zusätzliche pädagogische Fachkraft. Ihre Aufgabe ist, die Kita zu unterstützen in der alltagsintegrierten Sprachförderung im Sinne von: Wie mache ich das am besten? Jede 8. Kita profitiert bisher davon.

Der fmks hat in seinem Buch "QITA - Qualität in zwei- und mehrsprachigen Kitas" das Thema "Sprache und Mehrsprachigkeit" ausführlich und mit vielen Beispielen dargestellt.

Der fmks hält die Einstellung des Sprach-Kita-Programms für das komplett falsche Signal. Es bedeutet, dass Kinderrechte, die Sprachen der Kinder und die ihrer Familien politisch unwichtig sind. Am fehlenden Geld kann es nicht liegen, Geld ist genug da. Aber selbst wenn der Bund eventuell Geld im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes II für die Länder bereitstellt, bedeutet das nicht, dass es den Kindern, Familien, Kitas im Sprachkita-Programm zugutekommt. Denn die Länder können dieses Geld auch anders einsetzen.

Einen informativen Artikel von Martin Spiewak zum Dilemma der Frühförderung und zum Erfolg des Sprachkita-Programms finden Sie hier (DIE ZEIT, 27.08.2022): "Nein, nein und noch mal nein"

Zweisprachig aufwachsen - wie jedes 5. Kind in Deutschland

...und eine Erfahrung damit in der Schule

SOPHIE REBMANN ist mit Polnisch und Deutsch aufgewachsen.

In der Schule war ihre Herkunftssprache nichts wert. Heute sagt sie: Was für eine Verschwendung!

Zum Artikel von Sophie Rebmann, mit freundlicher Genehmigung von Die Zeit Nr. 33, 11.08.2022

Der Artikel von Sophie Rebmann spricht dem fmks aus dem Herzen! Es ist allerhöchste Zeit, dass Erfahrungen, wie sie die Autorin gemacht hat, der Vergangenheit angehören. Und dass das deutsche Schulsystem zur Kenntnis nimmt, dass Deutschland ein mehrsprachiges Land ist und sich den Erfordernissen anpasst.

 

Quiz zur frühkindlichen Mehrsprachigkeit

Viele Kinder wachsen mit mehr als einer Sprache auf, aber

...was wissen Sie über frühkindliche Mehrsprachigkeit?

Machen Sie den Check mit dem Quiz

von Rosella Benati, Anja Leist-Villis und Petr. Frantik.

Hier geht es zum Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration ZMI in Köln

 

10 Vorschläge für eine verstärkte frühkindliche Sprachförderung

... der Veranstaltung: "Perspektiven für eine verstärkte frühkindliche Sprachpolitik in Europa" der französischen und tschechischen Botschaft

1. Hierarchien zwischen Sprachen abbauen, alle Sprachen von ihrem Bildungswert her als gleichwertig betrachten und Eltern dazu auffordern, immer ihre eigene Sprache mit ihren Kindern zu sprechen.

2. Sprachliche Bildung möglichst früh beginnen lassen, um die Chancen von Mehrsprachigkeit zu nutzen. Den Kindern außerdem je nach Kontext die freie Wahl ihrer Sprache gewährleisten und sie durch Sprachenvielfalt Zugehörigkeit erleben lassen.

3. Frühe Mehrsprachigkeit als staatlichen Bildungsauftrag gemäß der EU-Forderung begreifen, engere Verzahnung der Kitas und Schulen fördern und eine bessere Kooperation mit den Familien suchen.

4. Erweiterung des Angebots an bilingualen Klassen in Kindergärten und Grundschulen als Verbund. Kinder in Europa an pädagogisch begleiteten Austauschprogrammen mit anderen Ländern teilnehmen lassen.

5. Schon in der Kita europäisches pädagogisches Material zur Verfügung stellen zur Begegnung mit Sprache und Kultur und zur Stärkung eines mehrsprachigen und multikulturellen Bewusstseins.

6. Stärkung und Systematisierung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern durch ein einheitliches Rahmencurriculum „Sprachaneignung und Sprachbildung“ und die Anpassung der Ausbildung an das Ziel „Mehrsprachigkeit“.

7. Einführung einer mehrsprachigkeitsorientierten individuellen Sprachstanderfassung unter Berücksichtigung der Herkunftssprache(n) für die Fachkräfte.

8. Vereinfachung der Anstellung von ausgebildetem Personal aus anderen Ländern in Kitas und Grundschulen und automatische europaweite Anerkennung von Abschlüssen in diesem Bereich.

9. Fortbildung und Mobilität (Kurzzeit und Langzeit) der Fachkräfte in Kitas und Grundschulen fördern, damit sie Auslandserfahrungen sammeln können und für den Umgang mit sprachlicher Vielfalt sensibilisiert werden.

10. Entwicklung einer „Europa-Kita“-Qualitätscharta für Einrichtungen, die Mehrsprachigkeit und Zugehörigkeit in den Vordergrund stellen.

Der fmks war zur Veranstaltung eingeladen und hat an der Erarbeitung der Vorschläge mitgewirkt.

10 Vorschläge als PDF

Zur Veranstaltung der französischen und tschechischen Botschaft

 

Der fmks trauert um Prof. Otto Filtzinger

Der Gründer und Ehrenvorsitzende des Instituts für Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich e.V. IPE in Mainz

war ein unermüdlicher Kämpfer für Mehrsprachigkeit. Er starb am 21.04.2022 im Alter von 89 Jahren. Zum IPE

Familien mit 6 bis 12-jährigen Kindern aus Syrien, die in Deutschland leben, für wissenschaftliche Studie gesucht

Für die Teilnahme erhält jedes Kind einen 30,00 EURO Gutschein.

Untersucht werden Faktoren für die Entwicklung der beiden Sprachen Deutsch und Arabisch.Die Befragung findet in Form von Sprachspielen und einem Fragebogen online statt.

Kontakt: Nadine Kolb, Ph.D., Nadine.kolb@uit.no , UiT The Arctic University of Norway

Information zur Studie in Deutsch

Information zur Studie in Arabisch

Wie können die Kinder aus der Ukraine gut in unsere Schulen eingegliedert werden?

Ein Statement von Frau Prof. Dr. Kristin Kersten, Universität Hildesheim

Kersten Kristin

„Zur Frage nach Konzepten für den Umgang mit den vielen ukrainischen Kindern, die wir an unseren Schulen bestmöglich eingliedern und versorgen wollen, liegt der Vergleich mit einem intensiven bilingualen Unterrichtskonzept, dem „Sprachbad Immersion“, nahe.

In Immersionsprogrammen werden 50-100% des Curriculums in einer anderen Sprache unterrichtet, und diese Sprache dabei gleichzeitig vermittelt und aufgebaut – also Mathe, Naturwissenschaften, Musik und so weiter in einer den Kindern unbekannten Sprache.

Anders als im gängigen bilingualen Unterricht in der Sekundarstufe beginnen die Kinder in Immersionsprogrammen zum Teil ganz ohne Kenntnisse der Fremdsprache, wie es auch bei den ukrainischen Kindern in Deutschland der Fall ist. Diese Unterrichtsform erfordert eine besondere Didaktik, die die Fachinhalte über viele verschiedene Lehrstrategien verständlich macht und gleichzeitig intensiv die Sprache aufbaut.

Immersionsprogramme werden seit über 40 Jahren weltweit breit beforscht und zeigen hervorragende Ergebnisse, sowohl für den Aufbau der Fremdsprache wie auch das fachliche Lernen, das nach einer Verzögerung generell aufgeholt wird. Besonders gute Ergebnisse erzielen frühe intensive Immersionsprogramme mit Beginn in der Kita und Grundschule.

Von diesem Unterrichtskonzept, vor allem der gut erforschten didaktischen Umsetzung, ließe sich für die ukrainischen Kinder, die nun Deutsch als Fremdsprache erlernen müssen, sicher sehr profitieren. Die Erzieher*innen und Lehrkräfte, die diese Programme in Norddeutschland bereits zahlreich umsetzen, bringen dafür als mögliche Multiplikator*innen einen großen Erfahrungsschatz mit.

Lange etablierte Immersionsprogramme (mit Englisch und Dänisch als Fremdsprachen) gibt es im Norden beispielsweise in Braunschweig, Flensburg, Göttingen, Hamburg, Hannover und Altenholz/Kiel. Der fmks bietet Fortbildungen zur Einrichtung und Umsetzung dieser Schulkonzepte an (www.fmks.eu).“

Prof. Dr. Kristin Kersten, Universität Hildesheim

Petition: Für den Erhalt des deutsch-englisch bilingualen Angebots an der Claus-Rixen-Schule in Altenholz

Auch im kommenden Schuljahr 2022/2023 muss es eine bilinguale 1. Klasse geben!

Eltern haben sich an den fmks gewandt mit der Bitte um Unterstützung. Hier ist die Petition an die Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein:

Zur Petition

Prof. Kristin Kersten, Universität Hildesheim, schreibt dazu:

"Bilingualer Unterricht, insbesondere in seiner intensiven Form wie in der Immersion, führt zu immensen Vorteilen in den Bildungsbiografien der Schüler*innen. Dies belegen robuste Forschungsergebnisse weltweit seit über vierzig Jahren. Vorteile betreffen dabei nicht nur eine hohe Kompetenz in der Fremdsprache, sondern auch die kognitive Entwicklung der Kinder insgesamt, durch die besondere Stimulation und verständlichmachende Strategien der Lehrkräfte im zweisprachigen Unterricht. Dabei profitieren insbesondere die schwächeren Lerner. Neuere Forschung zeigt, dass Immersion sogar soziale Benachteiligungen ausgleichen kann. Die Claus-Rixen-Schule in Altenholz ist eine Pionierschule für die Immersion, die deutschlandweit bekannt ist und als Leuchtturm für die Vorteile dieses Programms steht. Damit ist sie ein Alleinstellungsmerkmal für Schleswig-Holstein. Ein Abbruch des Immersionsprogramms wäre ein herber Verlust nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und die Region, sondern auch für die Entwicklung frühen bilingualen Unterrichts deutschlandweit, und für die essentielle Forschung zu den Vorteilen für jedes einzelne Kind, die damit verbunden ist."

Im Schuljahr 2022/2023 soll es erstmals seit mehr als 20 Jahren keine deutsch-englisch bilinguale 1. Klasse in der Claus-Rixen-Schule (Grundschule) in Altenholz bei Kiel geben. Die Schulleitung teilt dazu mit, es gäbe zu wenig Anmeldungen. Dies ist erstaunlich, denn bisher gab es jedes Jahr mehr Anmeldungen als Plätze. Zur geringen Anmeldezahl hat offenbar folgendes beigetragen:

  • In den Kindergärten wurde nicht wie bisher ausführlich über das bilinguale Angebot informiert.
  • Der Infoabend der Claus-Rixen-Schule fand ohne die Vertreter*innen des Gymnasium Altenholz statt. Sie hatten nicht die Möglichkeit, ihr Modell der Weiterführung des bilingualen Konzepts darzustellen.
  • Der Anmeldebogen der Claus-Rixen-Schule enthielt keinen Hinweis auf das bilinguale Angebot und keine direkte Auswahlmöglichkeit für die bilinguale Klasse.
  • Eltern wurden im Rahmen des Elterninformationsabends und, wenn sie nach der Bili-Klasse fragten, verunsichert. Es hieß seitens der Schulleitung, man wisse nicht, ob das bilinguale Konzept so fortgeführt würde. Es gäbe eventuell konzeptionelle Änderungen. Diese wurden jedoch nicht näher benannt. Eltern wurden so entmutigt. Es konnte der Eindruck entstehen, sie melden ihr Kind für ein Auslaufmodell an.
  • Wie einige Eltern berichten, konnten Eltern aus dem Ortsteil Altenholz-Stift ihre Kinder nicht für den bilingualen Zweig anmelden, der im Ortsteil Altenholz-Klausdorf angesiedelt ist.

Dies sind nur einige Beispiele. Unter diesen Umständen verwundert es nicht, dass die Anmeldezahlen zurückgegangen sind. Die Zahlen spiegeln nicht das Interesse und den Zuspruch der Eltern wider.

Bislang war es möglich, von der Kita über die Grundschule bis ins Gymnasium hinein seine Sprachkenntnisse aufzubauen. Dieser enorme Vorteil einer durchgängigen sprachlichen Bildung, wie auch im „Landeskonzept Bilingualer Unterricht“ des Bildungsministeriums betont, steht somit auf der Kippe.

Das vorhandene bilinguale Konzept ist erfolgreich, bewährt und gewünscht. Es gibt an der Claus-Rixen-Schule seit dem Schuljahr 1999/2000 in den Klassenstufen 1 bis 4 jeweils eine deutsch-englische Klasse. Dort werden alle Fächer auf Englisch unterrichtet außer Deutsch. Dieser vielfältige und intensive Kontakt mit Englisch führt zu hohem Sprachhandeln in zwei Sprachen. Die Kinder bilingualer Klassen erzielten in normierten Tests (Deutsch, Mathe) mindestens ebenso gute Ergebnisse wie Kinder rein deutschsprachiger Klassen, haben aber bei Eintritt in die weiterführende Schule ausgeprägte Englischkenntnisse. Wenn der englischsprachige Anteil reduziert wird, wird der sprachliche Zuwachs geschmälert.

Das durchgängige, bilinguale Angebot ist darüber hinaus ein Alleinstellungsmerkmal von Altenholz. Nicht wenige Eltern ziehen extra wegen dieses schulischen Angebots hierher. Englischsprachige Familien können dadurch die Beschulung ihrer Kinder sicherstellen.

Forderungen

Kurzfristig muss alles darangesetzt werden, dass es eine bilinguale 1. Klasse im kommenden Schuljahr 2022/2023 gibt. Es muss sichergestellt werden, dass die Eltern die notwendigen Informationen haben, um eine unvoreingenommene Entscheidung zu treffen.

Langfristig darf es keinen Schritt zurück geben, was die mehrsprachliche Bildung der Kinder angeht. Im Gegenteil, das „Landeskonzept Bilingualer Unterricht“ des Bildungsministeriums bietet Möglichkeiten, auch - unter Beibehaltung des bilingualen Zweiges - in den anderen Klassen der Claus-Rixen-Schule das fremdsprachliche Angebot zu erhöhen. Unsere Forderungen:

  • Abfrage der Inanspruchnahme hinsichtlich des bilingualen Angebots bei allen Eltern wiederholen
  • Maßnahmen, um den Entscheidungsprozess zu versachlichen
  • Termindruck – bis 31.03. soll womöglich alles entschieden sein – verringern
  • Das vorhandene bilinguale Angebot langfristig sicherstellen
  • Bewährte Strukturen und Abläufe wieder nutzen: Information in den Kitas, Infoabende mit Vertreter*innen des Gymnasiums, Bewerben des besonderen Angebotes in Altenholz: Bili durchgängig von der Kita über die Grundschule bis zum Gymnasium möglich

 

21. Februar - Tag der Muttersprache

Forderungen zur Bildungspolitik

Der fmks unterstützt den Offenen Brief des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften "Bildungspolitik muss Mehrsprachigkeit endlich mitdenken!".

Einen deutsch-französischen Schüleraustausch für Kinder unter 12 Jahren vorbereiten

Für Lehrkräfte der Grundschule und der Sekundarstufe I

Logo Deutsch-Französisches Jugendwerk

Die Fortbildung des Deutsch-Französischen Jugendwerk DFJW "Schulaustausch von Anfang an" besteht aus einer digitalen und einer Präsenzphase. Arbeitssprachen sind Deutsch und Französisch. Eine Übersetzung wird angeboten. Mehr Information hier und bei Frau Granoux granoux@dfjw.org

Anmeldung bis 21.02.2022

Kernpunkte zur Mehrsprachigkeit

Warum die Gesellschaft sie braucht und wie wir sie erreichen können

Mehrsprachigkeit darf nicht länger hinter anderen bildungspolitischen Themen zurückstehen. Die EU verfolgt dieses Ziel seit rund 20 Jahren. Die Umsetzung im Bildungsbereich verläuft jedoch nur sehr zögerlich. Dabei sind Wege zur Mehrsprachigkeit intensiv beforscht und es gibt viele Hilfen. Der fmks hat die wichtigsten Aspekte zur Mehrsprachigkeit zusammengestellt. Zu "Kernpunkte zur Mehrsprachigkeit" (PDF-Datei)

Elternbefragung zum Englischunterricht

Ab wann sollte Englisch in der Schule beginnen und warum?

Liebe Eltern mit Schulkindern! Drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bitten um ihre Meinung, denn Eltern wurden bislang nicht in die Entscheidungen zum Englischunterricht einbezogen. Die Befragung hier dauert 10 bis 15 Minunten

Für Ihre Teilnahme danken Frau Prof. Dr Sonja Brunsmeier (Universität Vechta), Prof. Dr. Raphaela Porsch (Universität Magdeburg) und Prof. Dr. Dominik Rumlich (Universität Paderborn)

Ein frohes neues Jahr!

Das gesamte Team des fmks wünscht Ihnen einen fabelhaften Start ins neue Jahr! Bleiben Sie gesund. Über Ihr Engagement für die frühe Mehrsprachigkeit freuen wir uns und bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung!

08. Dezember: Was der fmks 2021 erreicht hat

Wir blicken zurück auf das Jahr 2021, in dem sich beim fmks viel bewegt und verändert hat. Wir haben auch in diesem Jahr wieder viel für die frühe Mehrsprachigkeit und den frühen Fremdsprachenerwerb erreicht (PDF). Für das Jahr 2022 haben wir ein klares Ziel vor Augen: Mehr Sichtbarkeit und mehr Einflussnahme! Für dieses Ziel brauchen wir finanzielle Mittel, die wir nur aus Spenden generieren können. Auch Sie laden wir ein, uns mit einem Beitrag zu unterstützen.


26. September

Heute feiern wir den Europäischen Tag der Sprachen. Ziel dieses Tages, der seit 2001 begangen wird, ist es, zur Wertschätzung von Sprachen und Kulturen beizutragen, Bewusstsein für die Vorteile von Sprachkenntnissen zu schaffen, die individuelle Mehrsprachigkeit zu fördern und zum lebensbegleitenden Lernen von Sprachen zu motivieren.

Lehrer werden in Nordrhein-Westfalen: Programm Lehrkräfte PLUS

Ein Programm für Lehrkräfte mit Fluchtgeschichte

Nach dem Programm dürfen die AbsolventInnen als Lehrkräfte in NRW arbeiten.

Das Programm bereitet auf die Arbeit als Lehrkraft in NRW vor. Es besteht aus Kursen zu Pädagogik, Didaktik, Deutsch und einem Praktikum. Es findet an Universitäten in Bielefeld, Bochum, Siegen, Duisburg-Essen und Köln statt. Es dauert ein Jahr in Vollzeit und ist kostenlos. Bezahlt werden muss aber ein Semesterbeitrag. Dieser enthält ein Semesterticket für den Öffentlichen Nahverkehr. Die nächste Bewerbung ist im Sommer und Herbst 2021 möglich.

Zur Webseite von Lehrkräfte PLUS NRW lehrkraefteplus-nrw.de

E-Mail für Rückfragen: info@lehrkraefteplus-nrw.de

Ein ähnliches Programm gibt es auch für Schleswig-Holstein. Information finden Sie auf der Webseite des fmks: "Wie Lehrkräfte mit Flucht- oder Migratsionsbiografie Lehrer*in in Schleswig-Holstein werden können".

Bildungsverein "Märchenkoffer" in Hannover: Mehrsprachigkeit kann Integration befördern

Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk AG: „Der bilinguale Schub ist jetzt unumkehrbar“

fmks zur Vorstellung der Grundzüge des "Landeskonzept Bilingualer Unterricht in Schleswig-Holstein" durch das Bildungsministerium

Logo des fmks frühe mehrsprachigkeit an kindergärten und schulen e.V.

Am 11.06.2021 hat das schleswig-holsteinische Bildungsministerium auf einer Pressekonferenz im Europäischen Hansemuseum in Lübeck die Fertigstellung seines Konzepts angekündigt.

Wenn die Pressekonferenz auch vieles noch offenließ, begrüßen wir als fmks | Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen e.V. die Absicht, endlich ein solches Konzept vorzulegen. Wir meinen, dass Kinder und Jugendliche über alle schulischen Bildungseinrichtungen hinweg kontinuierlich Angebote erhalten sollten, bei denen Sachfächer in einer Fremdsprache unterrichtet werden (bilingualer Unterricht). Solche durchgängigen Bildungsbiografien beziehungsweise Verbundprojekte von Kita bis zum Schulabschluss sind in besonderem Maß erfolgreich.

Der fmks fordert daher, dass Kitas und Schulen im Verbund zusammenarbeiten, wie es zum Beispiel bereits in Lübeck aufgrund einer lokalen Initiative und auch in Altenholz der Fall ist. Wir meinen, dass es bedauerlich ist, dass das für Kitas zuständige Sozialministerium offenbar nicht eingebunden worden war. Das Land sollte sich endlich zum Ziel setzen, Verbundprojekte von Kitas und Schulen zu etablieren, damit möglichst viele Kinder davon profitieren können. So wurde sehr eindrucksvoll von einigen anwesenden Kindern vorgeführt, welche Qualität das Englisch im Lübecker Verbundmodel erreicht.

Positiv bewerten wir, dass bilinguale Angebote für alle Schularten vorgesehen sind. Unsere Forderungen hierzu: Bilinguale Angebote sollen für alle Schulen niederschwellig umsetzbar sein. Sie sollten unkompliziert und großzügig vom Land Schleswig-Holstein unterstützt werden. Dazu gehört der politische Wille, einhergehend mit finanziellen Ressourcen, wie zum Beispiel:

  • Schulen müssen fachlich und personell, auch mit Stundenkontingenten, unterstützt werden. Lehrkräfte müssen gezielt an Schulen mit bilingualem Unterricht versetzt werden können und es muss ausreichende Unterstützung durch regelmäßige Fortbildungsangebote sowie Austauschmöglichkeiten geben.
  • Hochschulen sollten Zusatzqualifikationen „Bilingualer Unterricht und Immersives Lernen“ oder Studiengänge zum Europalehrer wie in Karlsruhe oder Freiburg anbieten. Zumindest sind Module zum sprachsensiblen und immersiven Lernen in die Lehrerausbildung zu integrieren, da didaktisches Wissen hierzu für Lehrkräfte an allen Schularten und in allen Fächern notwendig ist, unabhängig vom bilingualen Unterricht.
  • Es muss klar sein, dass das zu erreichende Sprachniveau von dem prozentualen Anteil der Zielsprache im Unterricht abhängig ist.

Wie Kinder und Schulen von bilingualem Unterricht profitieren, stellte Prof. Dr. Dominik Rumlich, Universität Paderborn, in einem spannenden Vortrag dar. Er führte aus, dass bilingualer Unterricht mit einem höheren Selbstkonzept verbunden ist, was wiederum Motivation und Lernen generell positiv beeinflusst.

Der fmks erwartet, dass außer Englisch im Landeskonzept auch Sprachen Berücksichtigung finden, die migrationsbedingt bedeutungsvoll sind und durch die Hierarchisierung der Sprachen bislang vernachlässigt wurden. Hierzu zählen zum Beispiel Türkisch, Arabisch, Polnisch und Russisch.

Kontakt
Verein für frühe Mehrsprachigkeit an
Kindertageseinrichtungen
und Schulen fmks e. V.

Steenbeker Weg 81
24106 Kiel
+49 431 389 04 79
fmks@fmks.eu